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Warum Vermieterrechtsschutz in der Schweiz?

13.02.2026

Trotz Teuerung und gestiegener Kosten verlangt deine Mietpartei eine Mietreduktion aufgrund des gesunkenen Referenzzinssatzes. Mit der Rechtsschutzversicherung für Vermieterinnen und Vermieter bist du bei rechtlichen Streitigkeiten abgesichert.

Was sind häufige Streitpunkte mit der Mieterschaft?

Häufige Streitpunkte mit der Mieterschaft sind:

  • Höhe des Mietzinses: Ein gesunkener Referenzzinssatz bedeutet nicht automatisch, dass der Mietpartei eine Mietreduktion zusteht – insbesondere dann nicht, wenn die Teuerung und gestiegene Kosten über mehrere Jahre nicht berücksichtigt wurden.
     
  • Mängel an der Wohnung: Wenn der Kühlschrank der Mietpartei über Monate hinweg tropft und die Schublade darunter kaputtgeht, kann es sein, dass die Mietpartei für den Folgeschaden aufkommen muss, wenn sie den Mangel zu spät gemeldet hat.
     
  • Kündigung des Mietverhältnisses: Wegen einer beruflichen Veränderung möchtest du deine vermietete Stadtwohnung wieder selbst nutzen. Die aktuelle Mietpartei verlangt eine Erstreckung des Mietverhältnisses von mehreren Jahren.
     
  • Mieterschäden: Eine Topfpflanze der Mietpartei hat einen schwarzen Ring auf dem Eichenparkett hinterlassen. Die Mietpartei ist der Ansicht, dass sie nicht für den Schaden aufkommen müsse, da das Parkett seine maximale Lebensdauer bereits erreicht habe.
     
  • Mietkaution: Solange die Angelegenheit mit dem Schaden im Parkett nicht geklärt ist, möchtest du die Mietkaution nicht freigeben. Auf einmal erhältst du eine Aufforderung zur Freigabe von der Anwältin deiner ehemaligen Mietpartei.
     
  • Zahlungsverzug: Auch wenn Totalausfälle in der Schweiz selten sind, kommt es zunehmend zu Rechtsstreitigkeiten rund um Zahlungsverzögerungen sowie Kündigungsanfechtungen bei Zahlungsunfähigkeit. Gehen solche Streitigkeiten vor Gericht, wird es teuer.

Was kostet der Vermieterrechtsschutz ungefähr?

Die Kosten des Vermieterrechtsschutzes variieren je nach Art und Anzahl der vermieteten Immobilien sowie den gewählten Leistungen. Lass dich deshalb unverbindlich beraten. Protekta ist die Rechtsschutzversicherung der Mobiliar und unsere Partnerin im Bereich Rechtsschutz. 

Die Kosten für den Vermieterrechtsschutz können bei vermieteten Immobilien als Liegenschaftsunterhaltskosten von den Steuern abgezogen werden. Eine Abwälzung der Kosten auf die Mietpartei ist jedoch nicht möglich.

Was deckt der Vermieterrechtsschutz?

Der Leistungsumfang des Vermieterrechtsschutzes variiert je nach Anbieter. Was du beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung beachten solltest, erfährst du in der Antwort auf die nächste Frage. Die folgenden Leistungen beziehen sich auf den Vermieterrechtsschutz der Protekta.

  • Telefonische Rechtsauskunft durch erfahrene Juristinnen und Juristen: Der Vermieterrechtsschutz der Protekta gibt dir telefonische Rechtsauskunft – auch zu Rechtsfragen, die nicht durch die Versicherung gedeckt sind.
     
  • Kostenübernahme bei versicherten Rechtsfällen: Die Protekta übernimmt die Kosten, die zur Durchsetzung deiner Rechte erforderlich sind, bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Dazu gehören insbesondere Mediations-, Anwalts-, Gerichts- und Verfahrenskosten, Kosten für notwendige Gutachten sowie allfällige Parteientschädigungen an die Gegenpartei.
     
  • Umfassender Immobilien-Rechtsschutz: Neben rechtlichen Streitigkeiten mit der Mietpartei sind bei der Protekta auch Rechtsfälle mit Nachbarn, Ämtern und Handwerksbetrieben gedeckt, die im Zusammenhang mit einer versicherten Immobilie entstehen.

Was ist beim Abschluss des Vermieterrechtsschutzes zu beachten?

Kläre bei Abschluss einer Rechtsschutzversicherung für Vermieterinnen und Vermieter die folgenden Fragen:

  • Bist du als Vermieterin oder Vermieter auch tatsächlich versichert? Obwohl das Mietrecht meistens bereits durch die Privatrechtsschutzversicherung oder im Falle von Unternehmen durch den Betriebsrechtsschutz gedeckt ist, sind in der Regel nur Mieterinnen und Mieter versichert. Bei einer Vermietung benötigst du in der Regel eine zusätzliche Versicherung.
     
  • Ab wann greift der Vermieterrechtsschutz? Die meisten Rechtsschutzversicherungen haben eine Wartezeit von drei Monaten (Karenzfrist). Während dieser Zeit bekommst du zwar telefonische Rechtsauskunft, Rechtsfälle, die vor Vertragsabschluss oder in der Wartezeit entstanden sind, sind jedoch nicht gedeckt.
     
  • Enthält die Versicherung einen Mindeststreitwert? Nimm eine Police ohne Mindeststreitwert, damit du notfalls auch bei kleineren Summen von ein paar hundert Franken auf den Vermieterrechtsschutz zurückgreifen kannst.
     
  • Kannst du bei der Wahl deiner rechtlichen Vertretung mitbestimmen? Gerade wenn es für dich um viel Geld geht, willst du mitbestimmen können, wer dich juristisch vertritt. Wähle deshalb einen Vermieterrechtsschutz mit zumindest eingeschränkt freier Anwaltswahl. In dem Fall muss die Versicherung einen der von dir vorgeschlagenen Anwälte oder Anwältinnen nehmen.
     
  • Was passiert, wenn beide Konfliktparteien bei der gleichen Rechtsschutzversicherung versichert sind? Achte darauf, dass dieser Fall explizit in den AVB geregelt ist und du dir im Falle eines solchen Interessenskonflikts eine juristische Vertretung von ausserhalb der Rechtsschutzversicherung nehmen kannst.
     
  • Was ist vom Vermieterrechtsschutz ausgeschlossen? Wenn du einen reinen Vermieterrechtsschutz abschliesst, sind zum Beispiel Streitigkeiten mit Nachbarn oder mit Handwerkern in Zusammenhang mit deiner Immobilie nicht gedeckt. Schliesse deshalb am besten einen umfassenden Immobilienrechtsschutz ab, der auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

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